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WaveRider Pro, ein 4-Kanal-EEG

mit weiteren Optionen zur Messung von Hautwiderstand und Herzrate sowie Muskelspannung, Preis: 3.000 Euro

dies ist ein von Musikern entwickeltes EEG mit MIDI-Synthesizer, also zunaechst nicht fuer den therapeutischen Bereich einsetzbar. Die neue (3/98) Software mit etlichen Neurofeedback-setups angereichert genuegt jedoch auch hohen, professionellen Anspruechen und die Dokumentation ist leidlich.

Die Kanäle lesen Gehirnwellen, Muskelspannung oder Herzrate, plus ein Extrakanal für den Hautwiderstand, Windows-Software WaveWare 2.3, Zubehör: Kopf- und Armbänder, eine Vielzahl Elektroden, Abrasiv- und Leitpaste, serielles Schnittstellenkabel, amerikanisches und deutsches Handbuch, Leitfaden zur Durchführung des Alpha-Theta Trainings, batteriegetrieben mit 9 V Batterie.

Ähnlich zum Lexicor-EEG erwerben Sie eine Reihe vorgefertigter Konfigurationen für die üblichen - Alpha, Alpha-Theta, Beta, SMR und Synchrony - Trainings. Das Spezielle am WaveRider ist der MIDI-Synthesizer, der das Tonfeedback sehr variantenreich macht, PC-Soundkarte erforderlich.

Der neue kleine 1-Kanal-WaveRider (seit Februar 99) ist der CEO

Preis Euro 1.300.-.

Der Vorteil dieses bisher einfachsten EEG's (dies jedoch nur auf der Bildschirm- Oberflaeche) ist seine optisch ansprechende und einfache Bedienung. Der Klient muss nichts wissen von Gehirnwellen usw. Im Hintergrund arbeitet die vom WaveRider her bekannte Windows-Software WaveWare. Auf obigem Bild sehen Sie alles Wichtige: Der rote Balken zeigt z. B. Ihren momentanen Alpha-Anteil. Die Schwellen werden durch die farbigen Kaestchen dargestellt. Man (der Operator im Hintergrund, der mit WaveWare vertraut ist, kann beliebige Trainingstypen entwerfen, also alles, was bisher im Neurofeedback bewaehrt ist.

Wir geben Ihnen nun einen Einblick in die Tragweite des Neurofeedback und speziell des Alpha-Theta Trainings. Gerade dies ist mit dem WaveRider besonders schoen zu dokumentieren.

Geschichtliches:

Im Jahr 89 veröffentlichten Eugene Peniston und Paul Kulkosky ihre erste wissenschaftliche Studie über die Heilung von chronischem Langzeit-Alkoholismus bei Vietnam-Veteranen. Ihre Methode bestand in einer Kombination von Gehirnwellen-Feedback und geführter Bilderzeugung im hypnagogen Zustand. Ihr Ergebnis war, daß keine Person aus der experimentellen Gruppe zu exzessivem Trinken zurueckkehrte. Dagegen wurden alle Klienten aus der Kontrollgruppe, die konventionelle Behandlungs-Methoden erfuhren, mindestens einmal wieder wegen maßlosen Trinkens rehospitalisiert.

Weiter ueberraschten die Ergebnisse von Persoenlichkeits-Tests. Es zeigte sich, daß in der experimentellen Gruppe sich etliche Faktoren, die den Grad an Psychopathologie anzeigen, normalisierten. Drei Jahre spaeter führte die Menninger Klinik an diesen Personen Nachfolgekontrollen durch und bestaetigte das komplette Fehlen von Rueckfaellen.

Diese Forschungsergebnisse sorgten in den USA für einiges Aufsehen und man ist auf seiten der Forscher heute sicher, daß die Methode mit einer Erfolgsquote von 80 % garantiert, daß die so Behandelten nicht mehr zu exzessivem Trinken zurueckkehren.

Die Signal- und Meilenstein-Wirkung der Arbeit von Peniston/Kulkosky war derart, daß sie weitere Studien folgen ließen und eine Reihe von Therapeuten, Psychologen und klinischen Biofeedback-Spezialisten sich daraufhin mit der Methode auseinandersetzten und sie auch auf andere Symptomatiken anwendeten.

Das klassische "Peniston-Protokoll", auch Alpha-Theta Training genannt, wurde ergaenzt und bereichert durch weitere Varianten, wie z. B. "theta-training" und "twilight-training". Generell erhalten alle Gehirnwellen-Trainings den Ueberbegriff Neurotherapie oder Neurofeedback.

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